DPP | PPWR

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Fashion-Compliance: DPP, PPWR & VerpackDG verstehen und meistern

Die Modebranche steht vor der größten regulatorischen Transformation ihrer Geschichte. Nachhaltigkeit ist kein freiwilliges Marketing-Tool mehr, sondern wird durch die EU und den Gesetzgeber strikt standardisiert.
Für Fashion-Brands, Hersteller und Retailer bedeutet das: Wer jetzt nicht handelt, riskiert Abmahnungen oder verliert im schlimmsten Fall den Marktzugang.

Als Highlight-Thema unserer diesjährigen IX | HOME OF FASHION 26 bringen wir Licht ins regulatorische Dunkel. Erfahre hier vorab, was sich hinter den drei wichtigsten Abkürzungen verbirgt – und wie du dich optimal vorbereitest.

Das regulatorische Trio im Fashion-Check

Um die neuen Vorgaben erfolgreich in deinem Business umzusetzen, musst du drei Bausteine unterscheiden: Das europäische Fundament, die nationale Umsetzung und dein digitales Werkzeug.

1. PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) | EU

Was es ist: Das neue europäische Obergesetz für alle Verpackungen.
Die Relevanz für dein Modeunternehmen: Die PPWR regelt alles, worin deine Kleidung transportiert und verkauft wird – von der Polybag über den Versandkarton im E-Commerce bis hin zum edlen Hangtag.
Die harten Fakten: Sie verbietet unnötige Einweg-Plastikverpackungen, begrenzt den Leerraum in deinen Versandkartons und fordert die Einhaltung strenger Recyclingquoten. Zudem musst du im grenzüberschreitenden B2C-Onlinehandel nun Bevollmächtigte in den jeweiligen EU-Zielländern benennen.

2. VerpackDG (Verpackungsrechts-Durchführungsgesetz) | DE

Was es ist: Das nationale Gesetz, das die europäische PPWR in Deutschland administrativ durchsetzt und das alte VerpackG abgelöst hat.
Die Relevanz für dein Modeunternehmen: Das VerpackDG ist deine bürokratische Pflichtlektüre für den deutschen Markt.
Die harten Fakten: Hierüber wird geregelt, wie und wo du deine Verpackungsmengen melden musst. Es steuert deine Registrierung im bekannten LUCID-Register der Zentralen Stelle (ZSVR) und die Verträge mit den dualen Systemen für dein Lizenzierungsentgelt.

3. DPP (Digitaler Produktpass)

Was es ist: Ein digitaler Datenspeicher, der über einen QR-Code direkt am Produkt oder der Verpackung abgerufen wird (eingeführt durch die EU-Ökodesign-Verordnung ESPR).
Die Relevanz für dein Modeunternehmen: Textilien und Verpackungen gehören zu den allerersten Produktgruppen, für die der DPP verpflichtend wird.
Die harten Fakten: Ab 2028 müssen deine Produkte per Scan maschinenlesbare Daten für Kunden und Recycler bereitstellen – darunter die genaue Materialzusammensetzung, Lieferketten-Nachweise, den Rezyklatanteil der Verpackung und klare Sortierhinweise.

Kurz zusammengefasst für dein Business:

Die PPWR schreibt vor, wie nachhaltig deine Fashion-Verpackung designt sein muss. Das VerpackDG regelt, wie du diese in Deutschland ordnungsgemäß anmeldest und lizenzierst. Der DPP sorgt schließlich dafür, dass all diese Daten per QR-Code transparent für deine Endverbraucher und die Recycling-Wirtschaft sichtbar werden.

LIVE SESSION ÜBERSICHT ZUM THEMA DPP | PPWR

Melanie Fuchs

INTEX: Update Digitaler Produktpass

17.09. | 13:00-13:45

Update zur Timeline DPP und den Funktionen in IX Fusion.

Andreas Schneider

GTS: DPP – Digitaler Produktpass

18.09. | 11:00-11:45

Das Global Textile Scheme (GTS) treibt 2026 den digitalen Wandel und die Nachhaltigkeit der Branche mit der ersten standardisierten B2B-Industriesprache voran. Es ermöglicht den automatisierten Datenaustausch von der Faser bis zum Recycling, ist komplett bereit für neue EU-Vorschriften wie den Digitalen Produktpass (DPP) und vereinfacht die Einhaltung von ESPR sowie PPWR. Die Global Textile Scheme (GTS) Plattform dient als B2B-Standard für den automatisierten Produktdatenaustausch. Die größte Neuerung im Jahr 2026 ist, dass die Struktur komplett ESPR- und PPWR-ready ist. Das ermöglicht Unternehmen eine automatisierte Erstellung von digitalen Produktpässen (DPP). Durch die standardisierte Sprache werden Lieferketten von der Faser bis zum Recycling transparent.

Mehrere Speaker

Das A-KING Konsortium: Die Allianz für die zirkuläre Zukunft.

21.09. | 10:00-10:45

Pflicht erfüllt. Kür begonnen. Die Geburt einer kreislauffähigen B2B-Zukunft.

Susanne Pass

DTB: PPWR in der Praxis: Anforderungen und Handlungsempfehlungen

24.09. | 10:00-10:45

Erfahren Sie, welche Anforderungen die neue PPWR an Unternehmen stellt, welche Fristen zu beachten sind und wie Sie sich rechtzeitig auf die Umsetzung vorbereiten können.

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